Themen > Corona

Die Auswirkungen der Corona-Politik

Ein breiter Einblick in die Folgen der Corona-Krise

Rainer Seiffert, 1. Juli 2020 13:54 Uhr

Rainer Seiffert

Grippewellen habe ich schon viele beobachtet. Wohl schon immer gibt es jährlich nur eine Grippewelle, verursacht durch diverse Viren. Sie beginnt frühestens im November und endet spätestens im März. Um möglichst nicht an einer Grippe zu erkranken, werden zur Zeit einige sinnvolle Maßnahmen – wie das Vermeiden von Menschenansammlungen und das Abstand halten – empfohlen.

Andere Maßnahmen der Regierungen haben mich dazu veranlasst, über deren Sinn oder Unsinn nachzudenken. In der heutigen – sehr komplexen – Welt ist es von entscheidender Bedeutung, möglichst alle Disziplinen ganzheitlich und nachhaltig zu betrachten. Wenn man bei der politischen Entscheidungs-Abwägung nur die Auswirkungen in einem Sachgebiet isoliert betrachtet, wird man durch die Entwicklung in anderen Bereichen überrascht. Zur Zeit habe ich den Eindruck, dass die Politiker viele Bereiche aus den Augen verloren haben.

Aufgrund von wissenschaftlich zweifelhaften Zahlen wurde das gesamte öffentliche Leben des Landes praktisch zum Stillstand gebracht. Ob das irgendeine positive Wirkung für die Verhinderung der Ausbreitung der diesjährigen Grippewelle hat, wird von vielen bedeutenden Wissenschaftlern bezweifelt.

Wissenschaftler erklären, dass der Corona-Virus relativ ungefährlich ist und dass die derzeitige Epidemie weniger Todesfälle gefordert hat als viele Epidemien in Vorjahren. Es gibt zwar gegen Corona noch keinen Impfstoff, gegen Influenza schon. Alle Viren verändern sich jedoch ständig, so dass Impfstoffe immer hinterherhinken. Darüber, ob Impfungen überhaupt Sinn machen, streiten sich derzeit die Experten. Da Impfungen gegen Influenza oder Corona umstritten sind, wäre ein Impfzwang meines Ermessens mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Ferner ist zu dem Zeitpunkt wenn ein Impfstoff entwickelt ist, der Coronavirus möglicherweise auch schon wieder verschwunden. Warum die Politiker in diesem Jahr nun in eine solche Panik verfallen und völlig überzogene Maßnahmen nach einer bereits abgeklungenen Grippewelle ergreifen, kann ich nicht verstehen.

Sie machen Panik mit der Angst vor einer zweiten Grippewelle. Eine zweite Grippewelle hat es aber bisher nie gegeben.

Das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen hat erste Zahlen zu den Sterbefällen bis Ende März 2020 vorgelegt. Nach diesen vorläufigen Informationen zeigt sich bei der Zahl der Gestorbenen keine Auffälligkeit im Vergleich zu den Vorjahren.

Corona spielt im Verhältnis zu anderen Todesursachen weltweit auch nur eine relativ geringe Rolle. Bei den veröffentlichten Zahlen ist ferner auch noch zu klären, ob die Gestorbenen an Corona oder mit Corona gestorben sind. Ein großer Anteil der Toten war hoch betagt mit diversen schweren Vorerkrankungen. Der Straßenverkehr ist ja bisher auch noch nie verboten worden.

Der psychische Schaden, der durch die unnötige öffentliche Panikmache und das daraus resultierende Klima der Angst entstanden ist, wird unkalkulierbare Auswirkungen haben. Die Bewohner von Pflege-und Altenheimen wurden von ihren Familienmitgliedern isoliert. Kinder dürfen nicht mehr mit ihren Spielkameraden spielen und nicht mehr in die Schule gehen. Kitas und Kindergärten wurden geschlossen. Auch Besuche in Zoos wurden ebenso verboten wie ein Aufenthalt auf einer Bank im Park. Diese und viele andere Massnahmen sind einfach unmenschlich!

Als Wirtschaftsexperte sehe ich aber auch mit Entsetzen die unverantwortliche Zerstörung der von meiner Generation und der meiner Eltern aufgebauten starken Volkswirtschaft. Eine geschwächte Wirtschaft verliert die Leistungsfähigkeit zur Erbringung von Sozialleistungen.

Bisher mussten schon über 10 Millionen Arbeitnehmer Kurzarbeit anmelden. Unzählige Unternehmen stehen vor der Insolvenz. wir stehen am Anfang einer Wirtschaftskrise, wie es sie seit dem Krieg nicht gegeben hat. Einen wirklich triftigen Grund für diese Maßnahmen kann ich nicht erkennen.

Für mich wäre es auch sehr interessant, zu untersuchen, wieviele Menschen in Folge der Maßnahmen gegen Corona zum Beispiel durch Selbstmord oder infolge der Verelendung noch sterben werden. Wie viele Todesfälle hat es gegeben wegen nicht erkannter Herzinfarkte oder Schlaganfälle? Viele Patienten trauen sich nicht mehr ins Krankenhaus mit entsprechenden Symptomen.

Ob die Maßnahmen der Regierung irgendeinen positiven Nutzen haben, wird von etlichen Experten bezweifelt. Daß sie einen immensen irreparablen wirtschaftlichen und menschlichen Schaden angerichtet haben, ist jedoch sicher.

Mit Bestürzung muss ich sehen, wie schnell die von unseren Eltern mit so viel Mühe erkämpften Freiheits-Grundrechte außer Kraft gesetzt werden konnten. Dies verstößt auch nach Ansicht von Gerhard Baum gegen $ 80 des Grundgesetzes und ist verfassungswidrig.

Das Grundgesetz schützt die Würde des Menschen. Durch die Maßnahmen der Regierung ist m. E. die Würde der Menschen in großem Maße verletzt worden.

Einigkeit und Recht und Freiheit ….. ist der Anfang unserer Nationalhymne. Ich denke, dass das Recht und die Freiheit durch die ungeheuerlichen Massnahmen schweren Schaden genommen haben. Aber auch die Einigkeit ist der Isolation der Einzelnen gewichen. Es ist anzunehmen, dass die Anzahl der Parteien sich aufgrund des Versagens der alten Parteien erhöhen wird. Wenn dieses Versagen offenbar wird, werden viele Leute den alten Parteien nicht mehr vertrauen. Koalitionen könnten noch schwieriger werden.
Wer die Freiheit für die Sicherheit aufgibt, wird beides verlieren.
(Benjamin Franklin)

Rainer Seiffert
Bundesschatzmeister der Partei DIE FÖDERALEN