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Das Partyvolk zieht ein

Neue Standards im Bundestag

Stefan Brackmann, 27. Oktober 2021 09:00 Uhr

Ich lese täglich viel, sehr viel. Da sind immer wieder die unglaublichsten Dinge dabei. Aber was ich über die konstituierende Sitzung des 20. Deutschen Bundestages lesen musste, verschlägt selbst mir die Sprache.

Aber erst einmal von Anfang an. Der neue Bundestag ist gestern zur ersten Sitzung zusammengetreten. Die Befürchtungen, es könnten mehr als 800 Abgeordnete werden, haben sich nicht bewahrheitet. Aber wir gönnen uns nun mit 736 Vertretern (nach 709 im letzten Bundestag) immer noch relativ gesehen das größte Parlament der Welt!

Wen wundert es, dass auch viele neue Gesichter dabei sind? Allein bei den Grünen sind 67 neue Abgeordnete am Start. Dass man sich als Neuling erst einmal orientieren muss, zu Beginn unsicher ist und Fehler macht, das ist so normal wie verschmerzlich.

Jetzt hat es aber eine dieser Neulinge übertrieben. Paula Piechotta äußerte sich auf Instagram mit einem Foto, das Sie mit ihrem Zutrittsband zeigt. Darunter steht folgender Text: Gefühlt gestern noch als GJ (Grüne Jugend) gegen zu viele Nationalflaggen argumentiert, jetzt musst du hier das hässlichste Festivalbändchen aller Zeiten tragen

Das Bändchen ist in unseren Nationalfarben gehalten und trägt die Aufschrift: Deutscher Bundestag!

Drei Dinge daran sind für mich mindestens ein Grund zu viel, um das noch mit Unsicherheit und erste Fehler abzutun.

  1. Wer den Bundestag mit einem Festival verwechselt wird früher oder später merken, dass er früher aufstehen muss. Und erkennt in meinen Augen die Ernsthaftigkeit dieser Aufgabe nicht an.

  2. Unsere Nationalfarben sind Schwarz-Rot-Gold! Wer diese nicht kennt oder sich damit nicht identifizieren kann, sollte besser einen anderen Staat vertreten, dessen Farben genehmer erscheinen.

  3. Dies ist ein Punkt der wenigstens noch einen politischen Hintergrund hat. Wollen doch die Grünen einen Einheitsbrei, ähhh… einen europäischen oder sogar weltweiten Einheitsstaat generieren, in dem sie ihre Öko-Sozialistischen Forderungen umsetzen können.

Wer solche Staatsvertreter wählt, muss sich nicht wundern, wenn diese die Sitzungstage verschlafen und die Ausgaben für Berater weiter steigen, denn die Schule wurde ja protestbedingt auch schon links (!) liegen gelassen.


Stefan Brackmann
Bundesvorsitzender
DIE FÖDERALEN



Quelle:
Instagram; https://www.bild.de/video/clip/bild-tv/haesslichstes-festivalbaendchengruenen- politikerin-beleidigt-deutsche-flagge-78065414.bild.html