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Von Unsummen von Untoten

Wenn mir schon schwindelig wird

Stefan Brackmann, 22. November 2020 15:01 Uhr

Ich muss gestehen, meine „Ecke“ in den letzten Wochen etwas vernachlässigt zu haben. Daher werde ich heute zwei Themen miteinander verbinden, liegen sie im Alphabet doch so eng beieinander.

Fangen wir einmal an mit einer Information, die mir am 12. Oktober die Sprache verschlug. Es geht um die Verschuldung in Deutschland. Der Bund der Steuerzahler veröffentlicht oder besser gesagt betreibt die sogenannte Schuldenuhr. Diese zeigt in Echtzeit die aktuelle Verschuldung unserer Volkswirtschaft an. Dazu die Information um welchen Betrag sich diese Zahl pro Sekunde (!) verändert.

Es ist faszinierend – oder besser gesagt – erschreckend, sich dieses Schauspiel anzusehen. Doch noch entscheidender ist die Tatsache, dass in den letzten 25 Jahren diese „Sekunden-Veränderung“ in den Extremwerten bei + 4.439 € (2009 nach der Finanzkrise) sowie – 78 € (2018) lag. Aktuell tickt diese Uhr mit einer sekündlichen Veränderung von + € 10.424!

Wenn man nun aber 2008/2009 von der schlimmsten Krise in der Nachkriegsgeschichte spricht, welche Worte findet man dann heute? Welche Folgen wird das haben? Wohin fließt das Geld?

Eine Erklärung sind sogenannte Zombiefirmen. Firmen, die auf dem Papier längst pleite, schöner formuliert „insolvent“ sind. Viele dürfen nicht sterben, sind sie doch systemrelevant, z. B. die Deutsche Lufthansa AG, sie erhielt bisher wohl um die € 9.000.000.000. Ich muss diese Zahl ausschreiben, denn € 9 Mrd. verharmlost dieses Desaster. Andere Firmen dürfen noch nicht einmal Insolvenz anmelden, ist doch das Insolvenzrecht aktuell ausgesetzt. Das wahre Ausmaß des Schadens ist kaum zu beziffern.

Dadurch werden die Zahlen an Kurzarbeitern und Arbeitslosen, auch wenn sich diese bereits erschreckend entwickeln, noch kleingehalten.

Vorgestern erreichte mich eine Grafik von Capital, die den Schuldenberg der Zombiefirmen in den USA beschrieb. Dort war die Verschuldung in den Jahren 2008/2009 bei etwas über US-$ 500.000.000.000 und hat sich danach wieder deutlich beruhigt. Nun aber liegt diese Zahl bei US-$ 1.360.000.000.000! Und auch diese Zahlen sind noch nicht das Ende der Fahnenstange, können diese doch auch nur mit einer zeitlichen Verzögerung erfasst werden.

Wir haben es aktuell mit einer gigantischen Entwicklung zu tun, deren Ende nicht absehbar erscheint. Diese Entwicklung deutet sich schon länger an und wird durch die aktuelle Corona-Berichterstattung völlig übersehen und in den Schatten gestellt.

Was ist, wenn Corona nicht das ist, wofür es ausgegeben wird, sondern nur ein gewaltiges Ablenkungsmanöver darstellt, um von den Verfehlungen und Unfähigkeiten der Vergangenheit abzulenken?


Stefan Brackmann
Bundesvorsitzender
DIE FÖDERALEN

Quellen: