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Inspiration

Wie komme ich zu meinen Themen

Stefan Brackmann, 21. Juli 2020 18:33 Uhr

Wenn ich auf die letzten drei Wochen zurückblicke, dann bin ich selbst erstaunt, was ich alles hier habe schreiben dürfen und auch können. Ich war immer sehr wissbegierig und bin zahlreichen Themen gegenüber aufgeschlossen. Wenn mich etwas interessiert, wenn ich eine Information sinnvoll finde oder einfach nur einen guten Spruch sehe mache ich mir eine kurze Notiz.

Aus diesem Fundus wollte ich morgens ein Thema aufgreifen, um diesen Text hier zu verfassen. Dies ist mir bis heute nicht gelungen! Das klingt jetzt irgendwie unlogisch, ist es aber beim zweiten Nachdenken nicht. Warum? Diese vorliegende Sammlung führt dazu, dass ich nicht in Angst oder Panik gerate, wenn ich an meinem Rechner sitze um eine neue Ausgabe dieser News zu verfassen. Kein: Was soll ich heute nur schreiben?, oder Ich weiß nicht, ob das heute passt. Ich kann also ganz gelassen einem neuen Tag entgegensehen.

Wie komme ich also an mein neues Thema? Da kommen wir jetzt zum entscheidenden Punkt. Ich weiß es selbst nicht. Mir kommen die Ideen immer, wenn ich anfange, wenn ich mein Schreibprogramm öffne. Nennt man das Inspiration? Am letzten Wochenende schrieb ich meinen Text in Anwesenheit mehrerer Frühaufsteher bei unserem Treffen (siehe Text von gestern) von Freiheitsliebenden. Dabei ist folgendes passiert: Ich schrieb meinen Text und bei dem Gespräch der Umstehenden kamen Worte vor, die ich gerade geschrieben habe!

Ich hatte weder etwas zu meinem Text gesagt, noch hatte jemand Blick auf meinen Laptop. Es kam an diesem Wochenende mehrmals zu parallelen Entwicklungen. Zwei Personen hatten gleichzeitig ähnliches erlebt oder sogar nur gedacht. Sind das Zufälle? Warum waren ausgerechnet diese Leute zum gleichen Zeitpunkt an diesem Ort? Viele sind der Meinung, dass es keine Zufälle gebe. Mir fiel es als analytisch denkender Mensch immer schwer, das zu akzeptieren, geschweige denn daran zu glauben.

Jedoch zeigt alleine schon das Höhlengleichnis von Platon (hatte ich gestern schon im Text, mal sehen wie lange ich das untergebracht bekomme, bevor jemand meckert) dass unsere Wirklichkeit nur subjektiv sein kann. Vielleicht kann mir die moderne Physik eine Brücke bauen. Wie soll das gehen?

Machen wir also ein kleines Experiment! Schaut einmal auf den liebsten und besten Fingernagel, den Ihr gerade finden könnt. Dann zählt einfach mal eine Sekunde. Genau, nur eine Sekunde! Was ist in dieser Sekunde mit dem ausgewählten Fingernagel passiert? Nun, ganz einfach, dieser Fingernagel wurde in dieser Sekunde von etwa 10.000.000.000 Neutrinos durchfahren Gut, es könnten ein paar mehr oder weniger sein und die Größe des Fingernagels spielt eine Rolle.

Aber die Frage ist doch, wo kommen diese Neutrinos alle her? Nur von der Sonne? Was wollen die hier, und erst recht was wollen die in meinem Fingernagel? Kann es nicht sein, dass diese Neutrinos auch Informationen transportieren? Kann es nicht sein, dass wir alle irgendwie untereinander vernetzt sind? Da sind wir dann bei dem Punkt, wo mein Verstand eigentlich aufhören will aber nicht kann.

Gibt es ein kollektives Bewusstsein? Wie ist das aufgebaut? Wie funktioniert das?

Ich weiß, dass ich nichts weiß – Sokrates

Stefan Brackmann
stellvertretender Bundesgeschäftsführer
DIE FÖDERALEN

Quelle: ohne Quellen