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Heute wird es ernst

Eine Diagnose: Dissoziative Identitätsstörung

Stefan Brackmann, 9. Juli 2020 10:59 Uhr

Ich muss gestehen, das Schreiben dieses Textes fiel mir nicht leicht. Der Grund liegt nicht in der Thematik. Es fiel mir nur schwer, die passenden Worte zu finden, denn die, die mir zuerst eingefallen sind, möchte ich hier ungern wiedergeben.

Seit dem 1. Juli hat Deutschland für ein halbes Jahr den Vorsitz im Rat der Europäischen Union übernommen. Gestern hatte Frau Merkel in Brüssel ihren Auftritt. Eine ehrenvolle Aufgabe, die einen gewissen Respekt fordert und von vielen beobachtet wird.

Ein Statement, das mir besonders gut gefallen hat:

Die Grundrechte, das ist das erste, was mir in der Ratspräsidentschaft am Herzen liegt. Eine Pandemie darf nie Vorwand sein, um demokratische Prinzipien auszuhebeln.

Da stockte mir der Atem! Ich war fassungslos! Habe ich das richtig verstanden? Nach dem zehnten lesen fand ich wieder Luft. Liebe Frau Merkel, wissen Sie eigentlich, was gerade in Deutschland passiert ist? Ein kleines Gesetz, das lange vor sich hinschlummerte und mit seinem Namen nicht glücklich war (IFSG – Infektionsschutzgesetz) wurde auf einmal berühmt und schaffte es sogar, das Grundgesetz in der Beliebtheit zu überholen.

Eine Pandemie – auch hier muss die Frage gestellt sein, wer definiert Pandemie? – wird über das IFSG so mächtig und schränkt unsere Grundrechte massiv ein. Ich bin, gelinde gesagt, verwirrt. Was in Deutschland Praxis ist soll in Europa nicht passieren? Oder sucht man nach einem anderen Wort für Pandemie? Mir fallen viele Möglichkeiten ein, das ins rechte Licht zu rücken.

Meine Diagnose jedoch lautet: Dissoziative Identitätsstörung! Ich empfehle eine mindestens 2-jährige Therapie ohne Wiedereingliederungsplan.

P.S.: Diese Diagnose wird in Fachkreisen als sehr schwierig angesehen und es kommt häufig zu Fehlentscheidungen!


Stefan Brackmann
stellvertretender Bundesgeschäftsführer
DIE FÖDERALEN

Quelle: Gesunder Menschenverstand