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Frag doch mal Siri

Ein Experiment mit unklarem Ausgang

Stefan Brackmann, 6. Juli 2020 20:51 Uhr

Heute wollte ich es mir mit meinem Text einfach machen. Du hast doch so eine schlaue Begleiterin, der diktierst du doch deine Termine und Aufgaben. Die kennt sich in der Welt aus.

Gedacht, getan.

Fange ich doch einmal ganz einfach an:

Was bedeutet divide et impera?

Hier kommt dann natürlich der Verweis auf Wikipedia:

Divide et impera (lateinisch für Teile und herrsche) ist eine Redewendung (im lateinischen Imperativ); sie empfiehlt, eine zu besiegende oder zu beherrschende Gruppe (wie z. B. ein Volk) in Untergruppen mit einander widerstrebenden Interessen aufzuspalten. Dadurch soll erreicht werden, dass die Teilgruppen sich gegeneinander wenden, statt sich als Gruppe vereint gegen den gemeinsamen Feind zu stellen.

Oh, denke ich mir, das kenne ich doch, das erfährt man doch aktuell überall. Man wundert sich, warum Gleichgesinnte sich nicht einigen können und sich mit dem geringsten Aufwand nur noch mit sich selbst beschäftigen und ihr gemeinsames Ziel aus den Augen verlieren.

Ein weiterer Versuch:

Was ist das Stockholm-Syndrom?

Auch hier wieder die Antwort aus Wikipedia:

Unter dem Stockholm-Syndrom versteht man ein psychologisches Phänomen, bei dem Opfer von Geiselnahmen ein positives emotionales Verhältnis zu ihren Entführern aufbauen. Dies kann dazu führen, dass das Opfer mit den Tätern sympathisiert und mit ihnen kooperiert.

Ach so, jetzt wird mir einiges bewusst, was in unserer Gesellschaft aktuell passiert.

Es ist unglaublich schwer, sich von diesen psychologischen Phänomenen nicht beeinflussen zu lassen. Da spielt es keine Rolle, ob sie nun bewusst eingesetzt werden oder nicht. Manchmal hilft es, erst einmal innezuhalten, bevor man auf etwas reagiert. Der erste Reiz ist immer unbewusst und ist in unserer komplexen Welt nicht immer zielführend.

Ich halte es da mit dem Neurologen Victor Frankl:

Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum.In diesem Raum haben wir die Freiheit und die Macht, unsere Reaktion zu wählen. In unserer Reaktion liegen unser Wachstum und unsere Freiheit.
Lasst uns unsere Reaktion selbst wählen, wählen wir die Respektvolle und Tolerante, die Liebevolle und Wertschätzende. Das sollte uns unsere Gesellschaft wert sein und bringt uns alle voran.

Stefan Brackmann
stellvertretender Bundesgeschäftsführer
DIE FÖDERALEN

Quelle: Wikipedia