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Schnelles Leben

Eine kleine Geschichte zum Sonntag

Stefan Brackmann, 19. Juli 2020 14:07 Uhr

Bei der Durchsicht meiner Stichwortsammlung stieß ich heute morgen auf eine meiner Lieblings-Trainerinnen, Frau Vera F. Birkenbiehl. Sie nennt eines ihrer Themen gehirngerechte Kommunikation. Sie hat eine eigene Methode zur Aufnahme und die Vermittlung von Informationen entwickelt. Dies hier nur als Hinweis zur eigenen geistigen Fortentwicklung.

Hier ein Gedankenexperiment von ihr:

Stellen Sie sich einmal vor, ein menschliches Leben läuft eine Million mal schneller ab als gewohnt! Sprich, in ca. 41 Minuten!

Was würde das bedeuten? Ein um 18:00 Uhr geborener würde als alter Mann im Alter von 39 Minuten vielleicht folgendes zu seinen Enkeln sagen:

Als ich geboren wurde, stand das glänzende Gestirn, von dem wohl alle Wärme ausgeht, höher am Himmel als jetzt. Seitdem ist es viel weiter nach Westen und immer tiefer gerückt. Zudem wurde es immer kälter. In ein oder zwei Generationen könnte dieses Phänomen ganz verschwunden sein und die Kälte wird sich ausbreiten. Dies wird vermutlich zu einer Erstarrung allen Lebens und somit ein Ende der Welt bedeuten!

Wie sieht dieses schnelle Leben aus? Bei Pflanzen scheint für unseren 18:00 Uhr-Menschen die Blüte unvergänglich, Vögel würden fast regungslos in der Luft hängen. Übliche Schallwellen wären für diesen Menschen unhörbar. Die für uns unhörbaren Luftschwingungen im Bereich unseres Ultraschalls wären dagegen wahrnehmbar.

Bitte lassen Sie das einmal auf sich wirken! Da kommt mir direkt das Höhlengleichnis von Platon in den Sinn: Unsere Wirklichkeit ist immer subjektiv! Unsere Vorstellung von der Zukunft ist immer zu hinterfragen und ein Ausruhen auf dem Erlernten führt meist zu falschen Schlussfolgerungen.

Genießt den Tag!

Genießt das Leben!

Lernt täglich etwas Neues!


Stefan Brackmann
stellvertretender Bundesgeschäftsführer
DIE FÖDERALEN

Quelle: Vera F. Birkenbiehl