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Kollateralschäden II

Unangenehme Wahrheiten werden immer noch verschwiegen.

Stefan Brackmann, 5. Juli 2020 18:04 Uhr

Die psycho-sozialen Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche

Was vielfach vergessen wird sind nicht nur die direkten medizinischen Tatsachen, die im ersten Teil beschrieben wurden, sondern die psychischen und sozialen Auswirkungen der verordneten Maßnahmen.

Am meisten beeindruckte mich Mitte Mai eine Ausarbeitung von Wissenschaftlern der Universität Witten/Herdecke, die fachübergreifend die psycho-sozialen Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche beleuchtete. Die Ergebnisse sind erschreckend!

Hier nur ein paar Beispiele:

  • Angst und Zwangsstörungen nehmen teilweise groteske Formen an
  • Zwischenmenschliche Verhaltensstörungen durch falsche Abstandsregeln
  • Depressionen durch die Trennung von geliebten Menschen
  • Tiefe seelische Verletzungen, wenn von geliebten Menschen nicht Abschied genommen werden kann
  • Wegfall von sicheren Bezugspunkten vor allen bei sozial schwachen Familien
  • Missbrauch und Überforderungen im häuslichen Umfeld bleiben unerkannt.

Das Fazit lautete:

Jeder weitere Tag, an dem die Kinder diesem Ausnahmezustand ausgesetzt sind, gefährdet ihre Gesundheit, schwächt ihr Immunsystem und belastet unsere Zukunft.

Leider ist es schwierig, die Auswirkungen zu bewerten. Sie finden zum Teil in Abwesenheit der Öffentlichkeit statt oder sind erst in der Zukunft zu erkennen. Die Corona-Initiative Deutscher Mittelstand (CIDM) hat sich diesem Thema in seiner täglich veröffentlichten Ausarbeitung Corona und Zurück in die Zukunfttrotzdem daran gewagt, Prognosen zu erstellen.

Unter Berücksichtigung einer Dunkelziffer (konservativ Faktor 2) kommen bereits erschreckende Zahlen zu Tage (Stand 31.05.2020).

Zuwachs an Leid durch:

Gewalt, Körperverletzung: + 58.766 Fälle sexueller Missbrauch/-Vergewaltigung + 14.745 Fälle Schwere Körperverletzung, Verstümmelung weibl. Genitalien: + 5.169 Androhung von Gewalt: + 6.156 Nötigung: 4.808 Mord, Totschlag: 44

Die Anzahl an Suiziden oder Suizidversuchen (Zahlen von März/April gegenüber Vorjahr) stieg laut Hochrechnung um mindestens 50 %, allein die Todessprünge um 300 %!

Alle Zahlen sind bereits einige Wochen alt und schwer zu ermitteln, da sie nicht täglich ausgewiesen werden.

Da ist die Frage erlaubt: Warum wohl nicht?

Warum werden uns diese Daten von öffentlichen Stellen oder Medien vorenthalten? Wenn das wahre Ausmaß in der Öffentlichtkeit wahrgenommen wird, ist es zu spät, gegenzusteuern.

Handeln erfordert Aufklärung! JETZT!


Stefan Brackmann
stellvertretender Bundesgeschäftsführer
DIE FÖDERALEN

Quelle: CIDM; Uni Witten/Herdecke